Malte Rubarth
Marion Niklasson
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Urlaub
© Marion Niklasson
Tagelang haben wir unseren Atlas auf der Suche nach einem Urlaubsziel durchsucht.
Landschaftlich schön soll es sein und zu ausgedehnten Wandertouren einladen. Nicht zu weit weg, damit wir unsere freien vierzehn Tage voll ausschöpfen können. Das Wetter ist nicht entscheidend. Hauptsache nicht zu heiß und Regen soll zu Hause bleiben.
Unser Hauptanliegen aber – bitte keine Touristen.
Wir sind uns einig. Touristen können einem den schönsten Urlaub verderben.
Sie fallen wie eine Horde über Campingplätze oder Stellplätze her. Sie besetzen an Hotelpools Bänke, Stühle und Liegen mit ihren Handtüchern. Nicht zu vergessen, ihre Lautstärke. Warum müssen sie im Urlaub immer so brüllen? Dürfen sie zu Hause oder am Arbeitsplatz nicht den Mund aufmachen? Der Alkoholkonsum steigt und damit die Lautstärke. Alkohol macht anscheinend taub.
Zu allem Überfluss wollen sie alles und jedes genauso wie in Deutschland haben. Ich frage mich, warum sie nicht zu Hause bleiben, dann hätten wir nicht solche Entscheidungsschwierigkeiten.
„Duhuu!“
„Jahaa!“
„Wir sind auch Touristen!!“
„Schon, aber so schlimm sind wir nicht.“
„Hm, sicher?“
„Also wir beschweren uns nur mal über die stoische Ruhe der Ausländer. Komm`ste heut nicht komm`ste morgen.“
„Wieso Ausländer, wir sind die Ausländer.“
„Ach so, ja stimmt. Komisches Gefühl.
„Man muß sich anpassen.“
„Aha – stimmt schon, Respekt vor fremden Sitten und Gebräuchen und so.“
„Genau.“
„Tja...., was hältst du von einer Deutschlandtour................?“
