Malte Rubarth
Marion Niklasson
- Cool
- Die Phrase von der Solidargemeinschaft
- Urlaub
- Tag der Scheidung
- Entgegen aller Vorurteile
- Werdegang im 21igsten Jahrhundert
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Cool
© Marion Niklasson
Die emotionale Aktion und Reaktion ist ein tief im Menschen verwurzeltes Ausdrucksmittel.
Wären wir alle nur „cool,“ gäbe es sicherlich ziemlich schnell eine gefühlsmäßige Verarmung, langweilig wäre es obendrein. Vielleicht bevorzugen gefühlsarme Menschen den „coolen“ Typen, temperamentvolle Mitmenschen mögen es eventuell gerne „heiß.“
In der einen Kultur – siehe Asien - ist die offene Erregtheit verpönt, in der anderen Gesellschaft – zum Beispiel den arabischen Ländern, vielleicht auch Südamerika ist sie durchaus erwünscht. Wie auch immer „Mensch“ damit umgeht, so kann er nicht verleugnen, dass Gefühle ein wesentlicher Bestandteil seines Ichs sind. Die sogenannten Klageweiber werden engagiert, um sehr laut der Trauer Ausdruck zu verleihen.
Ein Kind wird geboren. Kann man sich „coole“ Eltern vorstellen? Wohl eher nicht. Im Überschwang werden sie dem Baby dumme Wörter ins Ohr flüstern, jeden Finger zählen, es kosen und lieben mit jeder Faser ihres Elternherzens. Sind die lieben Kleinen in der Pubertät, wünscht man sich mit vielen Stoßgebeten das Baby zurück. Da kann es schon einmal ganz spontan laut und heftig zugehen.
„Cool“ bedeutet eben auch kaltblütig, unverfroren. Ist das wünschenswert? Was bleibt, wenn Freude, Liebe, Wut und Trauer durch „cool“ ersetzt werden – eine Art Roboter?
Nun ja, bleib cool – es ist doch nur ein langweiliges Wort, das kurz und bündig eben auch Bewunderung oder Freude ausdrücken kann.
In diesem Sinne - der neue fahrbare Untersatz mit seinen 120 PS, Ledersitzen und allerlei Spielzeug ist wahrlich cool, um nicht zu sagen obercool. Einmal auf dem Nürburgring Runden drehen. Wäre das cool!!
